Bürgerwindpark Dötlingen

Aus der
Region

BÜRGER-
BETEILIGUNG

GRÜNE
ENERGIE

Die Vision

Bereits 2012 begannen die Planungen für einen Bürgerwindpark in der Gemeinde Dötlingen. Unserer Genossenschaftsbank gelang es ein Konzept zu entwickeln, das sowohl die Flächeneigentümer als auch die Bürger und die Gemeinde selbst am entstehenden Windpark beteiligt. Unserer Bank ist es von Anfang an wichtig gewesen, die Bevölkerung der Gemeinde Dötlingen in das Projekt Windpark mit einzubeziehen.

Dies resultiert aus unserer Überzeugung, dass Windenergieprojekte nur dann erfolgreich und nachhaltig sind, wenn sie gemeinsam mit den Anwohnern und den beteiligten Gemeinden realisiert werden. So kann außerdem sichergestellt werden, dass Wertschöpfung und Erträge am Ort der Anlage verbleiben; getreu unserem Motto:

Aus der Region – für die Region.

Der Standort

Der Standort der Windenergieanlagen (WEA) befindet sich ca. 7 km nordöstlich der Ortschaft Dötlingen und ca. 1,5 km östlich von Brettorf im Landkreis Oldenburg (Niedersachsen). Die direkte Umgebung des Windparks ist geprägt durch intensive landwirtschaftliche Nutzung, Mais-, Getreide- und Intensivgrünlandfelder. Die Wege und Straßen sind oft durch ca. 5-10 m hohe Baumreihen gesäumt. Im Umfeld sind kleinere und größere Mischwaldgebiete zu finden. Insbesondere in nördlicher Richtung befindet sich in ca. 1000 m Entfernung ein ca. 3 km breites, zusammenhängendes Waldgebiet (Stühe).

Bürgerwindpark

Im Rahmen des entstandenen Bürgerwindparks wurden insgesamt elf Windenergieanlagen des Typs „Vestas V126“ mit einer Nabenhöhe von 137 m und eine Anlage vom Typ „Vestas V117“ mit einer Nabenhöhe von 141,5 m errichtet und im August 2016 in Betrieb genommen, deren Leistung jeweils bei 3,45 MW liegt. Die Einspeisung erfolgt über ein eigens errichtetes Umspannwerk in der Gemeinde Prinzhöfte. Insgesamt wurden für die Infrastruktur und Windpark rund 70 Millionen Euro investiert. Sechs dieser Anlagen werden von den Flächeneigentümern, die anderen sechs von den Bürgern der Gemeinde Dötlingen betrieben. Eine Beteiligung ist grundsätzlich für jeden volljährigen Bürger mit dem Erstwohnsitz in Dötlingen möglich gewesen.

Bürgerbeteiligung auf
Augenhöhe

Landratskandidat Dr. Christian Pundt, Bürgermeisterkandidatin Antje Oltmanns und Jürgen Abel als Brettorfer Bezirksvorsteher folgten gerne der Einladung der hiesigen SPD zum Austausch über den Windpark in Haidhäuser.

Hermann Raschen und Tristan Lübben führten zur Entstehungsgeschichte, zum laufenden Betrieb und den aktuellen Maßnahmen aus. „Ein Vorzeigeprojekt“ sei dies, so Raschen, der als Geschäftsführer der Betreibergesellschaften zuständig ist. Durch die regionale Bürgerbeteiligung aus dem Windparkprojekt verbleibt die gesamte Wertschöpfung in der Gemeinde Dötlingen.

Als einer der Ideengeber zeigte sich auch Harri Brendler erfreut über den positiven Verlauf. „Der Windpark trägt erheblich zum Gewerbesteueraufkommen der Gemeinde Dötlingen bei“, berichtete Rudi Zingler. „Ich finde es gut, dass Sie hier einen Windpark mit hälftiger Bürgerbeteiligung gewählt haben. Denn durch einen Windpark verändert sich auch das Landschaftsbild. Bei einem Windparkbetrieb sollten nicht nur Einzelpersonen profitieren,“ so Antje Oltmanns. „167 Bürger und Landeigentümer aus der Gemeinde haben sich beteiligt“, berichtete Raschen. „Es hätten allerdings noch deutlich mehr sein können,“ ergänzte Harri Brendler.

„Jedes Jahr unterstützt die Betreibergesellschaften auch durch Spenden die Gemeinde, so zum Beispiel bei der Anschaffung von Spielgeräten, Anpflanzungen und Förderungen von Vereinen,“ erzählte Raschen. Gerne sei man bereit, beispielsweise auch beim Möwenschlatt mitzuhelfen. Da solle ihn die Arbeitsgemeinschaft Brettorfer Vereine einfach ansprechen.

Jürgen Abel sprach außerdem die Ausgleichsmaßnahme mitten im Dorf Brettorf an. Es handelt sich um eine etwa 2 ha große Streuobstwiese, die sich wegen der erst ab 01. Juli möglichen Mahd ins Auge fällt. Dies sei die Auflage des Landkreises, berichtete Raschen. Ratsfrau Insa Huck fragte, ob die Ausgleichsfläche nicht durch eine andere Fläche außerhalb des Ortskerns ersetzt werden könnte. Raschen sah dies als schwierig an, weil kaum an Flächen heranzukommen sei. Pundt gab den Rat, das Gespräch mit dem Landkreis zu suchen. Huck und Abel wollen sich darum kümmern.

Tristan Lübben berichtete noch über die bestehende Schattenwurfabschaltautomatik und darüber, dass man auch hinsichtlich der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung auf einem guten Weg sei. Die Masten sowie Sender sind installiert und jetzt müssen noch die Testflüge seitens der Deutschen Flugsicherung durchgeführt werden, damit eine Änderungsgenehmigung beim Landkreis eingereicht werden kann.

Der Ortsvereinsvorsitzende und Kreistagsabgeordnete Thore Güldner schloss die Veranstaltung mit der Bemerkung, dass er zwar in jeder Himmelsrichtung Windräder sehe, wenn er aus der Tür gehe. „Aber wir können stolz sein auf das, was hier gemeinsam erreicht wurde. Wenn wir es mit dem Klimaschutz und der Energiewende ernst meinen, braucht es noch mehr solcher Projekte. Wir in der Gemeinde haben unseren Beitrag geleistet. Daran sollten sich jetzt auch umliegende Kommunen ein Beispiel nehmen“.

Aktuellen Diskussionen rund um die möglichen Bemühungen von einzelnen Privatleuten auf potenziell geeigneten Flächen in der Gemeinde einen privaten Windpark zu errichten erteilt die SPD schon im Vorfeld eine Absage. „Die SPD würde dem definitiv nicht zustimmen. Nicht heute und auch nicht in der kommenden Wahlperiode“, so Thore Güldner.

Fotografin: Uta Wilms

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